Safer Use
Dies ist keine Anleitung für den Konsum von Heroin! Wenn dieser jedoch nicht umgangen werden kann, ist es wichtig, ein paar schützende Punkte zu beachten!
- Durch den intravenösen Gebrauch werden die Gefahren von Heroin verstärkt, da das Rauschmittel so direkt und schnell in den Blutkreislauf gelangt und sich die Wirkung in voller Stärke zeigt!
- Das Risiko verstärkt sich noch um ein Vielfaches beim Gebrauch von unreinem Besteck oder falscher Handhabung. Es kann zur Übertragung von HI-Viren und Hepatitis B-/ Hepatitis C – Infektionen, sowie zu Abszessen, Thrombosen und Herpes kommen.
- Auch beim gemeinsamen Gebrauch des Werkzeugs, z.B. Filter oder Löffel, können Bakterien, Pilze und auch Hepatitis C übertragen werden.
- Da die Qualität und somit auch der Wirkstoffgehalt des Heroins meist nicht bekannt ist, sollte immer erst eine geringere Dosis konsumiert werden.
- Auf Mischkonsum, z.B. „Cocktails“ oder Beimischung von Diazepam sollte ganz verzichtet werden, da die Wirkung zum Teil nicht abschätzbar und das Risiko einer Überdosierung bzw. einer Vergiftung sehr hoch ist.
Wenn auf intravenösen Konsum nicht verzichtet werden kann, ist es wichtig, bestimmte Spielregeln zu beachten:
- Es sollte immer sauberes Spritzenbesteck benutzt werden! In vielen Beratungs- und Anlaufstellen können alte Spritzen kostenlos gegen neue Spritzen ausgetauscht werden.
- Immer einen neuen Filter und steriles oder frisches Wasser gebrauchen!
- Zum Aufkochen immer Ascorbinsäure benutzen, auf Zitronensaft wegen des Fruchtfleisches verzichten!
- Beim Spritzen von Heroin immer den Einstich in Herzrichtung und nur in Venen (dunkles Blut) setzen, nie in eine Aterie (helles, schaumiges Blut)!
Rauchen oder „sniefen“ sind risikoärmere Alternativen zum intravenösen Konsum. Sie verringern das Risiko von Erkrankungen und Überdosierungen. Dennoch birgt auch diese Konsumform Gefahren:
- Man sollte auch beim „sniefen“ darauf achten, nur eigene Röhrchen zu benutzen, denn es können so auch Hepatitis-Viren übertragen werden.
- Beim Rauchen kann es zu starken Reizungen der Atemwege kommen.
Ganz grundsätzlich gilt:
- Konsumiere nicht allein, damit immer Hilfe in Deiner Nähe ist!
- Achte darauf, wie es Dir geht und ob Deine Umgebung passend ist!
- Sollte es trotz Vorsichtsmaßnahmen zu einem Notfall kommen:
- Giftnotruf: 0761/ 19240 oder Notruf 112
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